Live-Performance braucht lebendige Worte.
Für jedes Publikum.
Sténtor ist ein plattformübergreifendes Werkzeug für Übertitel, Übersetzung und Audiodeskription in der Live-Performance.
Konzipiert und entwickelt von Leonardo Mancini (Universität Turin, Italien), im Rahmen des Public-Engagement-Projekts ETICA.
Ursprung
Warum es Sténtor gibt
Sténtor entsteht aus einem praktischen Problem: Live-Performance braucht oft mehr als eine Textebene. Eine Produktion kann Übertitel, Übersetzungen, Audiodeskriptionsnotizen, Operator-Cues, Saalbildschirme und Publikumsgeräte benötigen — während die Aufführung in Echtzeit stattfindet.
Der Name verweist auf Stentor aus der griechischen Mythologie: nicht als Bild des Kampfes, sondern als Figur, die für eine Stimme aus Bronze bekannt ist. Homer beschreibt ihn als χαλκεόφωνος, von χαλκός, Bronze, und φωνή, Stimme: mit einer Stimme, die so stark war wie die Stimmen von fünfzig anderen zusammen. Sténtor überträgt dieses Bild in ein Theaterwerkzeug: nicht lauteren Klang, sondern klarere Übertragung von Worten, Sprachen und Beschreibungen.
Das Projekt wird von Leonardo Mancini (Universität Turin, Italien) im Rahmen des Public-Engagement-Projekts ETICA als forschungsorientierte Software für Live-Performance entwickelt. Es hält zentrale Werkzeuge zugänglich und lädt Nutzerinnen und Nutzer ein, Feedback, Nutzungsnotizen, Publikumsreaktionen und Forschungsdaten beizutragen, damit die Software durch reale Aufführungen wachsen kann.
Ein anderes Softwaremodell
Sténtor ist um Zugang, Forschung und Live-Nutzung herum aufgebaut — nicht um gesperrte Funktionen oder Enterprise-Stufen.